REICHSKRONE

IN NAUMBURG (SAALE)

Theater, Hotel, Kino, Lazarett, Parteizentrale…

Die über 140-jährige Geschichte der Reichskrone im Herzen der Stadt Naumburg (Saale)
ist wechselhaft, vielfältig und noch lange nicht abgeschlossen!

Die Stadt Naumburg (Saale) beabsichtigt, das Gebäude in einem Bieterverfahren an Investoren zu veräußern. Ziel ist es, neue Nutzungen für die Reichskrone zu etablieren. Seit 2019 wurden dafür umfangreiche Sicherungsarbeiten am Gebäude vorgenommen.

Gleichzeitig möchte die Stadt den Bürgerinnen und Bürgern einen digitalen Einblick in die Reichskrone – die für viele mit ganz persönlichen Erinnerungen verbunden sind – ermöglichen.

Entdecken Sie in einem digitalen Rundgang das Innere der Reichskrone und erforschen Sie die vielfältige Geschichte und Informationen zum Gebäude. Interessierte Investoren können sich darüber hinaus in einem Exposé über das Gebäude informieren.

Baukomplex
Theaterflügel
Saal
Bühne
Hotelflügel
Baukomplex
Der Baukomplex Reichskrone teilt sich in zwei Gebäudeflügel, Kelleranlagen und Freiflächen auf. Das imposante Gebäude ist ein geschütztes Baudenkmal von besonderer geschichtlicher, kultureller, künstlerischer und städtebaulicher Bedeutung und beherbergt ca. 200 Räume. Mit Mitteln der Städtebauförderung und der Stadt Naumburg (Saale) wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Dach- und Gebäudesicherungen, Baufreimachungen und Vermessungen durchgeführt. Dafür wurden ca. 850.000 Euro investiert.
Theaterflügel
Im Theaterflügel auf der linken Seite des Gebäudekomplexes befindet sich das Herzstück der Reichskrone: Hinter einem vorgelagerten, zweigeschossigen Vestibül, das in der Vergangenheit als repräsentative Eingangshalle benutzt wurde, befindet sich der Saal der Reichskrone. An diesen schließt die Bühne, der Bühnenturm sowie ein später angebauter Backstagebereich an. Bis zur Sperrung im Jahr 1986 war der Theaterflügel Schauplatz zahlreicher Theatervorstellungen, Kinoveranstaltungen, Rockkonzerte, Jugendweihen sowie anderer Festivitäten und Versammlungen.
Saal
Der 1883 eingeweihte große Saal der Reichskrone hatte zwei Ränge sowie eine Kuppel, die heute durch eine abgehängte, zurückhaltende Rabitzputz-Kuppel auf Brüstung des 2. Rangs verdeckt ist. Diese wurde 1923-1925 eingebaut, als das Theater nach anthroposophischen Anschauungen und Stilelementen des Art-Déco umgestaltet wurde. Bereits 1934 erfolgte eine Entfernung dieser Saaldekorationen nach den damaligen Gestaltungsvorstellungen. Dieser Umbau entspricht dem heutigen Erscheinungsbild des Saals.
Bühne
Die Bühnenanlage sowie der Orchestergraben sind weitgehend in Ihrem originalen Zustand erhalten und zeugen von den zahlreichen Aufführungen, die bis in die 1960er Jahre präsentiert wurden. Scheinwerfer, Spotlights und Bühnentechnik sind heute noch gut erkennbar. Von technischer Besonderheit ist der eiserne Vorhang, welcher 1883 installiert wurde.
Hotelflügel
Der den rechten Teil des Baukomplexes ausfüllende, so genannte Hotelflügel wurde in der Geschichte der Reichskrone mehrfach umgebaut, erweitert und überformt. Ursächlich dafür sind die verschiedenen Nutzungen im Laufe der Zeit. So waren die Obergeschosse sowohl als Hotelzimmer, wie auch als Büro- und Verwaltungsräume in Benutzung. Im Erdgeschoss waren verschiedenste gastronomische Nutzungen untergebracht. Die letzten Mieter zogen 2001 aus dem Gebäude aus.

Die Gebäudehistorie

Bau der Reichskrone
als Theater und Hotel im Auftrag von Reichsgräfin Ida Maria von Hoffmannsegg
1908
Postkarte des Hotels Reichskrone
1914 - 1918
Umfangreicher Umbau
durch Stadtbaurat Friedrich Hoßfeld im Stil des Art-Déco, Rückbau des 2. Rangs
1925
Parteizentrale der NSDAP
Das Hotel wird Parteizentrale der NSDAP. Die Kino- und Theaterveranstaltungen liefen weiter.
1939
Hotelflügel: Parteizentrale der SED
1949 - 1986
Sperrung des Theaterflügels
aufgrund von Bauschäden
2001
Übernahme des Gebäudekomplexes
in das Sanierungsliegenschaftsvermögen der Stadt
2019 - 2021
Erstellung eines Verkehrswertgutachtens
ab 2023
1881 - 1883
Ansicht des Bismarck-Platz mit Hotel Reichskrone
1910
Nutzung des Areals als Lazarett
während des 1. Weltkrieges
1923
Wiedereröffnung der Reichskrone
als Theater und Hotel
(Bild: Bühnendekoration im Stil des Art-Déco)
ab 1934
Erneuter Umbau zum Parteihaus der NSDAP
Einbau nüchterner Verkleidung und der heutigen Fassade
1949
Zahlreiche Nutzungen des Saals
Bis in die 1960er-Jahre wurden vorrangig Theaterstücke präsentiert, später dann Kinoveranstaltungen, Rockkonzerte, Jugendweihen etc.
1986
Auszug der letzten Nutzer
aus dem ehemaligen Hotelbau
2018
Umsetzung umfangreicher Instandsetzungs- und Sicherungsmaßnahmen
unter Einsatz von Städtebaufördermitteln
2022
Vermarktung der Reichskrone an Investoren

360° Tour durch die Reichskrone

Klicken Sie sich über die Pfeile durch die Räume und Etagen der Reichskrone.

Sie sind an einem Erwerb der Reichskrone interessiert?

Teilnahme am Bieterverfahren

Wir freuen uns über Ihr Interesse an einer Entwicklung der Reichskrone und freuen uns über eine Angebotsabgabe im Rahmen des Bieterverfahrens vom 03.07. bis 15.11.2023. Mehr Informationen und Hinweise zum Verfahren erhalten Sie
im Exposé zum Objekt.

Bereits umgesetzte Maßnahmen

Ihre Ansprechpartner

Für Rückfragen und Informationen zur Planung, zum Gebäude und Besichtigungen im Rahmen des Bieterverfahrens steht Ihnen die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH als unser Sanierungsträger gerne zur Verfügung.

DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH
Sanierungsträger der Stadt Naumburg (Saale)
Ansprechpartner: Robert Franke
Erfurter Straße 11 | 99423 Weimar

Telefon: +49 3643 5414-33
E-Mail: robert.franke@dsk-gmbh.de

Zur Reichskrone liegen zahlreiche weitere Gutachten, Stellungnahmen und Unterlagen zur Vermessung vor, die wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung stellen können. Gerne beantwortet die Verwaltung auch Ihre Fragen zum Bieterverfahren.

Stadtverwaltung Naumburg (Saale)

Sachgebiet Finanzen
Markt 1
06618 Naumburg (Saale)

E-Mail: liegenschaften@naumburg-stadt.de

Stadt Naumburg (Saale)

Sachgebiet Finanzen
Markt 1
06618 Naumburg (Saale)

E-Mail: liegenschaften@naumburg-stadt.de 

Deutsche Stadt und Grundstücks-
entwicklungsgesellschaft mbH

Ansprechpartner
Robert Franke

Telefon: +49 3643 5414-33
E-Mail: robert.franke@dsk-gmbh.de